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Urbanes Gärtnern und Biodiversität Biologische Vielfalt ist weit mehr als „Grün“. Es geht hierbei um den gesamten biologischen Reichtum. Er beginnt mit der genetischen Vielfalt einzelner Tier- und Pflanzenarten und reicht über die Artenvielfalt bis hin zur landschaftlichen Vielfalt.
Wert der Biodiversität
Die Bedeutung der biologischen Vielfalt von Nutzpflanzen besteht zum einen in der Anpassungsfähigkeit an verschiedene geographische, klimatische, aber auch kulturelle Bedingungen. Heute ernährt sich die ganze Welt nur noch von etwa 30 verschiedenen Nutzpflanzenarten. Schon heute verursacht der Verlust von Agrobiodiversität konkrete Probleme und er birgt weitere Risiken für die Zukunft. Agrobiodiversität stellt eine der Grundlagen der Ernährungssicherheit dar. Für viele Menschen, vor allem in kleinbäuerlichen Strukturen, bildet sie neben dem Zugang zu Wasser und fruchtbarem Boden die Existenzgrundlage.

Biodiversität im urbanen Raum
Zur biologischen Vielfalt in einer Stadt tragen alle Lebensräume und die dort lebenden Tiere und Pflanzen bei. Aufgrund ihrer vielfältigen, kleinflächigen Nischen bietet die Stadt viele Möglichkeiten für die Entwicklung der Biodiversität.
Umweltpsychologen haben herausgefunden, dass Menschen die unterschiedliche Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten in ihrer Umwelt durchaus wahrnehmen – selbst wenn sie die Arten nicht einzeln mit Namen aufrufen können. Eine Studie aus dem englischen Sheffield hat sogar gezeigt, dass es einen engen positiven Zusammenhang gibt zwischen dem Wohlbefinden der Besucher einer Parkanlage und der hier ausgebildeten biologischen Vielfalt.

Imkerei in der Stadt
Bienen tragen im Allgemeinen zum Erhalt der Biodiversität in Städten bei, sie übernehmen hier wichtige Aufgaben beim Bestäuben von den bunt blühenden Pflanzen und außerdem von Straßen- und Parkbäume sowie Obstbäumen in privaten Gärten Stadtbienen produzieren meist mehr Honig als ihre Artverwandten auf dem Lande, weil die Blütenvielfalt in Städten häufig um ein Vielfaches höher ist als in dem von Monokulturen dominierten ländlichen Raum. Deshalb wird die Imkerei in der Stadt nicht länger nur im Hobby-Stil betrieben.

Migranten fördern die biologische Vielfalt
In den Städten treffen Menschen aus verschiedenen Kulturen auf engem Raum aufeinander, diese nutzen eine große Vielfalt an Früchten und Gemüsen. Die Migranten halten an ihren jeweiligen heimatlichen Esskulturen fest und bringen oft eine Vielfalt von traditionellen Sorten aus den jeweiligen Herkunftsländern mit (u.a. viele verschiedene Bohnensorten, grünen Koriander, Kichererbsen). Seit den 1960er und 1970er Jahren sind hier zu Lande fremdartige Esskulturen wie die italienische, griechische oder türkische und auch asiatische Küche bzw. Gastronomie mit ihren eigenen Gemüsearten und Zubereitungsformen heimisch geworden. Sie haben nicht nur unsere Esskultur sondern auch die Vielfalt bei Kulturpflanzen bereichert (u.a. Fenchel, Zucchini, Auberginen).

 Der Erhalt der Kulturpflanzenvielfalt

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