ProSpecieRara nun auch in Sachsen aktiv

Mit Beginn 2021 starten wir gemeinsam mit dem Ökolandbau-Museum Schloss Heynitz ein zweijähriges Projekt im Raum Dresden für «Mehr Vielfalt und Regionalität beim Bio-Gemüse durch Rekultivierung traditioneller Gemüsesorten».

Das bedeutendste Gemüseanbaugebiet Sachsens war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts das Dresdner Anbaugebiet zwischen Pirna und Meißen; die Anzahl der kultivierten, regionalen Gemüsesorten war groß - z.B die ‘Dresdner Bündelrettiche', die ‘Dresdner Kastengurke' oder die Melone ‘Köstliche aus Pillnitz'.

Mit der Vereinheitlichung des Anbaus im Zuge der Industrialisierung und Kollektivierung der Landwirtschaft ab den 1950er Jahren verschwanden viele dieser wertvollen Sorten. Der Großteil der traditionellen sächsischen Gemüsesorten dürften derzeit ausschließlich in Genbanken lagern.

Die Überführung dieser Sorten in den realen Anbau und eine Wiederzulassung nach dem Saatgutverkehrsgesetz ist Ziel dieses Projekts; perspektivisch sollen ausgewählte Sorten anschließend wieder in den Naturkostläden angeboten werden.

Für die praktische Arbeit der Erhaltungszucht werden drei Stipendien an Auszubildende bzw. Gärtner*innen in der Region vergeben; dieser dezentrale Ansatz fördert die praxisnahe Prüfung der Anbaueignung und Weiterentwicklung an unterschiedlichen Standorten. Für die Durchführung des Projekts wird eine Stelle auf der ehemaligen Gutsanlage Heynitz im linkselbischen Meißner Land geschaffen; die Gutsanlage war in den 1930er Jahren ein wichtiges Zentrum der ersten sächsischen Ökolandbau-Bewegung.

Für mehr Infos: www.oekolandbaumuseum.de bzw. www.schlossheynitz.de.

Hinweis: Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

 

Steckbrief

Erhaltungsprojekt
1.1.2021

Mehr Vielfalt und Regionalität beim Bio-Frischgemüse im Großraum Dresden durch Rekultivierung traditioneller Gemüsesorten

Land Sachsen

Iris Förster
Geschäftsführerin

Ein herzliches Dankeschön an unsere Projektsponsoren: